Das lange Warten hat ein Ende: Auf der Tonhallen-Terrasse soll es im Sommer nach dreijähriger Pause wieder ein Gastronomie-Angebot geben. Das beschloss der Kulturausschuss gestern einstimmig. Gestaltet wird es vom Gastronomieunternehmen GCS, das seit 2008 auch Pächter der Tonhallen-Gastronomie ist.
"Wir werden eine coole, loungige Atmosphäre schaffen", sagte GCS-Geschäftsführer Michael Driesch auf Anfrage. Zu schick soll's nicht werden, auf der anderen Seite ist aber auch keine "Biergarten-Atmosphäre" das Ziel. Sondern: Gemütliche Liegstühle, coole Sitzsäcke, Sitzkissen auf den Stufen und angenehme Musik im Hintergrund. Dazu wolle man ansprechende Container für die Essen- und Getränkeausgabe aufbauen. "Ein Student soll sich genau so wohl fühlen wie ein typischer Tonhallen-Besucher." Nach jetzigem Stand der Dinge wird man wohl nachmittags öffnen, bis in die späten Abendstunden darf dann der tolle Ausblick genossen werden.
Im Sommer 2007 war der beliebte Terrassenbetrieb nach mehreren erfolgreichen Jahren plötzlich nicht mehr genehmigt worden - Begründung: unzureichende sanitäre Einrichtungen. Im September des gleichen Jahres beauftragte der Rat die Stadtverwaltung, ein neues gastronomisches Angebot zu initiieren. Nach mehr als zwei Jahren soll es nun so weit sein, voraussichtlich ab Mitte Mai.
Grünen-Ratsfrau Clara Deilmann zeigte sich begeistert, dass es nun klappt. "Das wird sehr nett werden und kommunikativ", strahlte sie. Deilmann hatte just für die gestrige Sitzung des Ausschusses eine Anfrage gestellt, in der es um den Stand der Dinge bei der Tonhallen-Terrasse ging. Darin hatte sie unter anderem auch auf die fortschreitende Zeit hingewiesen und eine Umsetzung noch in diesem Jahr angemahnt. "Ich bin froh, dass das jetzt kommt", sagte sie - nicht ohne darauf hinzuweisen, dass man eine Lösung wie die nun gefundene auch schon eher hätte haben können.
Nach Angaben der Verwaltung waren die ersten Angebote jedoch schlicht mit zu hohen Kosten verbunden gewesen. So habe ein Architekturbüro 2008 mehrere Vorschläge gemacht, die allerdings jeweils mehr als 500 000 Euro kosten sollten. "Diese Kosten waren nicht akzeptabel", erläuterte Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. Schließlich habe das gleiche Architekturbüro vorgeschlagen, statt fester Aufbauten zwei Container aufzustellen. Insgesamt sollte auch diese Variante aber rund 250 000 Euro kosten. Bei der nun gefundenen Lösung übernimmt die Stadt die Kosten für einen Wasser- und Abwasseranschluss sowie einen Starkstromanschluss für den Küchenbereich: insgesamt rund 120 000 Euro. Zudem müssen ein Lager- und ein Toilettencontainer gemietet werden.
Und dann kann's losgehen. Tonhallen-Sprecher Udo Flaskamp jedenfalls zeigte sich angetan. "Wenn es draußen warm ist, kommt das beim Publikum sehr gut an." Und mit Pächter GCS, versicherte er, arbeite man ja auch in der Tonhalle schon gut zusammen.




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